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Tchaikovsky, Variationen über ein Rokoko-Thema op.33 Original-Fassung, vorgelegt von Raphael Wallfisch. Wissenschaftlicher Mitarbeiter David Brown, Klavierauszug bearbeitet von John York.

EP7673

Auszug aus dem Vorwort der Ausgabe von Raphael Wallfisch "Im Jahre 1974 machte mich mein Lehrer Gregor Piatigorsky mit der Originalfassng von Tchaikovskis Rokoko-Variationen bekannt. Er war der Überzeugung, dass diese Version in vielerlei Hinsicht der allseits bekannten Fitzenhagen-Bearbeitung überlegen sei, und bestand darauf, dass alle seine Studenten sich mit dem Original befassten, von dem man bis dahin nur in Russland wusste und das höchst selten aufgeführt wurde. Ich war hocherfreut, diese fazinierende Fassung in Angriff zu nehmen, und habe es niemals bereut." 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Mozart Violinsonaten

Auszug zur Edition und Aufführungspraxis:

"Diese Ausgabe basiert auf "authentischen Quellen, Manuskripten und Editionen, die direkt von Mozart abgeleitet sind, und im Fall von K296 und K376-380 seine autographen Partituren der im November oder Dezember 1781 von Artaria in Wien veröffentlichen Erstausgabe enthalten. Sie ist jedoch nicht als sogenannte Fassung letzter Hand gedacht: Das wäre auch kaum möglich, nicht nur wegen der zentralen Rolle von Verziehrungen und Improvisationen in Mozarts Musik, sondern auch deshalb, weil er seine Werke bei wiederholter Aufführung oft revidierte. In der Tat gibt es zwingende Hinweise darauf, dass Mozarts spätere Auffführungen eigener Werke von - machmal erheblichen- Änderungen im Musiktext gekennzeichnet waren. Manche Revisionen sind in seinen Partituren oder in seinen jeweiligen Aufführungsmaterial notiert; andere sind durch erste bzw. frühe Ausgaben überliefert. Es ist demzufolge klar, dass ein Mozartsches Autograph (oder irgendeine andere Quelle) keineswegs eine unveränderte "Substanz" darstellt, sondern vielmehr eine "Darbietung" - womöglich sogar mehrere Darbietungen. Das könnte ein Grund für die scheinbaren Diskrepanzen oder Widersprüche nicht nur zwischen Manuskripten oder Drucken, sondern sogar innerhalb einzelner Niederschriften sein: Diese Unterschiede lassen sich ebenso gut als Aufführungsoptionen oder spezifische gestische Affekte begreifen wie als Verfälschungen eines bestimmten Textes".

Soweit ein kurzer Ausschnitt aus dem kritischen Bericht von Prof. Cliff Eisen.

Cliff Eisen, geboren 1952 in Toronto, gehört zu den weltweit führenden Mozartexperten. 1992 erhielt er den Alfred-Einstein-Award der amerikanischen Gesellschaft für Musikwissenschaften. Er arbeitet, neben seiner Tätigkeit als Prof. am King's College London auch am neuen Köchel-Verzeichnis mit. Eisen wurde ein Berater von Robert Levin und Christopher Hogwood für die Aufnahmen der kompletten Klavierwerke Mozarts.